Am 23.03.2016 fand der Bundesweite Aktionstag zum Thema ""Wir machen dein Frühstück" statt. Die Kreisbauernverbände Kassel und Werra-Meißner und der Regionalbauernverband Kurhessen organisierten bezüglich dieses Aktionstages ein Pressegespräch mit Osterfrühstück und ludt dazu die regionale Presse ein.
Seit dem 26.11.2015 können Pflanzenschutzmittel nur noch mit Vorlage des Pflanzenschutzsachkunde Nachweis.
Händler dürfen Pflanzenschutzmittel an nicht-sachkundige nur dann abgeben, wenn es sich um auf dem Betriebsgelände des Erwerbers lebende oder arbeitende Familienangehörige oder Ehegatten, seine Mitarbeiter und/oder von ihm bevollmächtigte oder beauftragte Person handelt. Die Lieferung sollte in geeigneter Weise dokumentiert werden. Bei der Abholung muss sich die nicht-sachkundige Person beim Händler entsprechend ausweisen und eine Vollmacht vorweisen wenn der Verkäufer sie nicht kennt.

Sie können die anhängende Mustervollmacht für nicht sachkundige Personen nutzen. Diese ist vom hessischen Bauernverband mit dem LLH abgestimmt.



30 Landwirte aus dem Kreis Kassel machten sich am 01. Oktober 2015 auf den Weg nach Fulda, um an der Demonstration anlässlich der Agrarministerkonferenz teilzunehmen. Bei der Kundgebung auf der Pauluspromenade sprachen HBV- Präsident Friedhelm Schneider, DBV- Präsident Joachim Rukwied, Agrarministerin Priska Hinz, Präsidentin der Landfrauen Hildegard Schuster und Landesvorsitzender der Hessischen Landjugend Lars Döppner. Aus den angrenzenden Bundesländern kamen ebenfalls Landwirte zur Unterstützung.
Themen waren nicht nur der unaufhörliche Preisverfall bei den landwirtschaftlichen Erzeugnissen, sondern auch die immer mehr werdende Bürokratie. Lars Döppner von der Landjugend forderte eine Unterstützung der Politik, das Ansehen der Landwirte wieder zu stärken. Des weiteren wurde die Kundgebung von rund 40 Schlepperfahrern unterstützt, die sich auf der Pauluspromenade und vor dem Dom postierten um auf die aktuelle Situation der Landwirte aufmerksam zu machen.
Im Anschluss an die Kundgebung setzte sich der komplette Demonstrationszug in Bewegung, Richtung Innenstadt und endete auf dem Universitätsplatz. Dort wurde Bratwurst und Milch zu Erzeugerpreisen verkauft, um auf die akutelle Preissituation aufmerksam zu machen und mit Verbrauchern ins Gespräch zu kommen.

Weiterlesen: Demonstration anlässlich der Agrarministerkonferenz in Fulda

Vertreterversammlung am 07.03.2012 mit Udo Pollmer

Ernst-Winfried Döhne neuer Stellvertretender Vorsitzender - Lars Homburg neu im Vorstand

Udo Pollmer fordert neue Kommunikationswege für die Landwirtschaft: Der Bürger und Verbraucher muss da abgeholt werden, wo er steht. Oft ist die Unkenntnis riesengroß. Um falsche Vorstellungen abzubauen ist es hilfreich ungewöhnliche Wege zu gehen. Internet-Blogs, you-tube etc. sind die entsprechenden Kommunikationswege. Pollmer ist Lebensmittelchemiker aus München. In den Medien ist er streitbarer Vertreter im Bereich Landwirtschaft und Lebensmittel.
Imker und Landwirte HNA, 03.04.13

Wolfhagen/Zierenberg. „Und wäre nicht der Bauer, so hätten wir kein Brot. Und wäre nicht die Biene, so hätte der Bauer Not.“ Dieser volkstümliche auf einer Leinwand zu lesende Spruch bildete symbolisch das Fundament einer Premiere im rappelvollen Saal der Wolfhager Chattenturm-Gaststätte.
Auf Initiative des Imkervereins Wolfhagen trafen sich dort erstmalig rund 100 regionale Imker und Landwirte zu einem Gedankenaustausch. Einziges Thema: Das weltweit zunehmende Bienensterben. Davon blieben auch die etwa 70 aktiven Bienenzüchter in den beiden Imkervereinen Wolfhagen und Zierenberg nicht verschont.

Gründe für das Bienensterben sind zum einen derBefall von Bienenvölkern durch die gefürchtete Varroamilbe, aber auch der Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft, hier an vorderster Stelle das Insektizid Neonikatinoide.

Kreisvorsitzender Richard Trutti sowie Andreas Wassmuth, Vorsitzender des Imkervereins Wolfhagen: „Die Bienenverluste haben vielerlei Ursachen. Wir müssen daher unsere Bienen vor vermeidbaren Gefahren schützen.“ Das ist nach Meinung der beiden Bienenzüchter nur zu verwirklichen, wenn Imker und Landwirte kooperativ an einem Strang ziehen und sich gegenseitig unterstützen.

Trutti: „Die Landwirte benötigen unsere Bienen zur Sicherung und Bestäubung ihrer Ernte und wir brauchen die bäuerlichen Früchte, damit unsere Bienen Honig und Pollen eintragen können. Imker und Landwirte sind also aufeinander angewiesen und sollten daher auch harmonisch zusammenarbeiten.“
Sachliche Diskussionen

Die um ihre Völker bangenden Imker stellten in einer lebhaften und sachlichen Diskussion klar, dass sie den Landwirten in Sachen Bienensterben durch den Einsatz von Spitzmitteln keine Schuld zuweisen. Denn um ein gesundes Wachstum der Pflanzen und damit eine optimale Ernte zu gewährleisten, ist ein Spritzen unumgänglich.

Dies untermauerte auch Johannes Gerhold vom regionalen Landwirtschaftsverband: „Unsere Landwirte, die alle über einen Pflanzenschutz-Sachkenntnisnachweis verfügen, wissen um ihre persönliche Verantwortung gegenüber der ihnen anvertrauten Flora und Fauna. Sie halten sich streng an die gesetzlichen Vorgaben und vergiften auf keinen Fall Natur und Umwelt. Sie würden sich ja sonst selbst schaden.“

Einhelliges Fazit des Abends: Imker und Landwirte wollen zukünftig vor Ort noch intensiver kommunizieren und zusammenarbeiten, um gemeinsam dem Bienensterben im Wolfhager Land einen Riegel vorzuschieben. (zih)
07.12.2011

Kasseler Direktvermarkter im Hessischen Rundfunk
24.10.2011

Zur Besichtigung bei der im Bau befindlichen Biogasanlage in Rossdorf bei Göttingen haben sich die Vorsitzenden und Geschäftsführer der Kreisbauernverbände Werra-Meißner und Kassel sowie des Landvolkes Göttingen zusammengefunden. Die Biogasanlage in Rossdorf ist ein Gemeinschaftsprojekt von Landwirten, Maschinenring Kommunalservice und Landvolk Göttingen. Inhaltlich hat man sich über gemeinsame Themen wie die 380-KV-Leitung Wahle-Mecklar oder Tierhaltung im Außenbereich ausgetauscht.

HNA v. 29.04.2011

Landwirte fürchten Millionen-Einbußen

Kreis Kassel. Die Bauern im Landkreis Kassel befürchten Einbußen in Millionenhöhe bei der Ernte. Grund ist die seit Wochen anhaltende Trockenheit.

Schlecht sieht es vor allem für die Herbstsaat aus. Wintergerste, Winterweizen, Winterraps und Winterroggen haben gelitten. Sie wurden von der Trockenheit, die nach wenig Niederschlag Anfang April bis vor Kurzem anhielt, heftig erwischt. Wenn diese Sorten von Mitte Juli bis Ende August geerntet werden, wird es bei den Landwirten lange Gesichter geben.

Und das sind nicht wenige: 1300 Landwirte im Landkreis sind laut Erich Schaumburg, Vorsitzender des Kreisbauernverbandes, je nach Größe ihres Betriebes betroffen. Aufgrund der Recherchen bei den Bauern und Stichproben auf den Feldern rechnet Schaumburg bei der Herbstsaat mit Ertragseinbußen von durchschnittlich 15 Prozent. Beim Getreide bedeutet das nach den Berechnungen des Bauernverbandes auf der aktuellen Preisgrundlage einen Verlust von 150 Euro pro Hektar, beim Raps gar von 250 Euro.

Nimmt man die Anbaufläche des Rapses im Landkreis von 7000 Hektar, würden sich die Umsatzverluste auf 1,75 Millionen Euro belaufen. Beim Weizen wären das bei 16 300 Hektar Fläche rund 2,4 Millionen Euro. Alles Wirtschaftskraft, die der Region verloren gehe, klagt Schaumburg.

Der erste ergiebige Regen seit Anfang April ließ die Landwirte in dieser Woche hoffen, dass zumindest die Frühjahrssaat unbeschadet über die Runden kommt. „Wenn es weiter regnet, bleibt alles im grünen Bereich“, sagt Schaumburg. Das gelte für die Getreidearten, die Zuckerrüben und auch die Kartoffeln. Fallen müssten dafür aber in den nächsten Tagen 50 bis 60 Liter Regen pro Quadratmeter.                 

Von Stefan Wewetzer
HNA v. 27.04.2011

Wolfhager Land: Wetter setzt Raps in diesem Jahr kräftig zu

2011 wird nicht das beste Jahr für den Raps. Das befürchtet Friedhelm Schneider, Vorsitzender des Hessischen Bauernverbandes. Schlechte Aussaatbedingungen im Herbst nannte er am Dienstag in Istha als einen der Gründe.

„Die Winterraps-Anbaufläche ist leicht zurückgegangen, da durch viele Niederschläge die Felder nicht befahren und bearbeitet werden konnten.“ Auch der harte Winter mit vielen Frosttagen habe dem Raps zugesetzt, aktuell bereite wiederum die Frühjahrstrockenheit große Sorgen.

„Wir warten auf Regen, anders werden wir die Durchschnittserträge der vergangenen Jahre wohl kaum erreichen“, sagte auch Ernst-Winfried Döhne, in dessen Maschinenhalle die Rapsexperten über das Allroundtalent der heimischen Landwirtschaft informierten.

In einem gewöhnlichen Jahr liefert jeder Hektar rund 4000 Kilogramm Rapskörner, woraus 1800 Liter Rapsöl oder Biodiesel und aus dem Pressrückstand 2300 Kilogramm hochwertiges Eiweißfutter gewonnen werden. „Der Raps hat eine enorme Ertragskraft, wird zu 100 Prozent verwertet, Stängel und Schoten verbleiben als wertvoller Dünger auf dem Feld“, so Schneider. Raps liefere nicht nur umwelt- und klimafreundliche Bio-Treibstoffe, sondern auch hochwertige und zu 100 Prozent biologisch abbaubare Schmierstoffe. Ferner finden Rapsöle Verwendung in der Industrie bis hin zu pharmazeutischen und kosmetischen Produkten. Wegen seiner günstigen Fettsäurezusammensetzung sei es auch als Speiseöl sehr wertvoll.

Auch wenn Schneider die Hauptaufgabe der Landwirte in der Produktion von Nahrungs- und Futtermitteln sieht, hält er den Biokraftstoff für einen entscheidenden Beitrag zu einer klima- und ressourcenschonenden Energieversorgung, was in der heutigen Zeit ein weiteres starkes Argument für den Raps sei.
HNA vom 19.10.2011

„Wir danken“ - Kreiserntedankfest im Bürgerhaus

Bratwurst, Kartoffel, Sauerkraut und vieles mehr – ein wahrlich schmackhaftes Erntedankfest fand am vergangenen Sonntag in Kaufungen statt.  Mit einer traditionellen Feier im Herbst wird jedes Jahr Gott für die Gaben der Ernte gedankt – in diesem Jahr mit einem besonders leckeren und bunten Erntedankfest im Rahmen der 1000-Jahrfeier.
Ein festlicher Gottesdienst in der Stiftskirche mit Dekanin Carmen Jelinek und Pfarrer Johannes Barth sowie durch musikalische Unterstützung des Posaunenchors und des Landfrauenchors läutete den Erntedanktag ein.
Knapp 300 Besucher, darunter zahlreiche Kaufunger Landwirtinnen und Landwirte, fanden im Anschluss den Weg in das herbstlich geschmückte Bürgerhaus, um am großen Buffet herzhaft zu schlemmen und das bunte Nachmittagsprogramm zu genießen. Nach dem Motto „Arbeit mit Leidenschaft – die deutschen Bauern“ freute sich Reinhard Schulte-Ebbert, Geschäftführer des Kreisbauernverbands, über die große Beteilung und das große Interesse, die christliche Tradition aufrechtzuerhalten und auch in landwirtschaftlichen Krisenzeiten zu danken. „Wir möchten mit dieser Veranstaltung eine Verbindung zwischen der Gesellschaft und der Landwirtschaft aufzeigen und Verständnis bei Bevölkerung gewinnen – gerade wenn Landwirte in den Sommermonaten öfters in der Abenddämmerung unterwegs sind, um mit ihrem Schlepper die Ernte einzufahren.“, so Reinhard Schulte-Ebbert. Im weiteren Programm tanzten die  Funkemariechen der Kaufunger Lossesterne in glitzernden Kostümen, der Chor aus Wolfhagen glänzte stimmgewaltig und einige Mitglieder des Landfrauenvereins präsentierten ihre schauspielerischen Talente mit lustigen Sketchen. Gabriele Batz, Vorsitzende des Landfrauenvereins, zeigte sich erfreut über das bunte Programm und betonte, dass einige freiwillige Helferinnen des Landfrauenvereins über 50 Kuchen zum Nachmittagskaffee gebacken haben – dafür ein großes Dankeschön!
Dr. Albert, Freistaat Sachsen, Landesamt Umwelt, LWS u. Geologie beim Vortrag am 28.02.2012

Landwirtschaft und Klimawandel: Wir sind informiert!

Der Kreisbauernverband Kassel und der vlf Wolfhagen sind beim Thema Klimawandel mit in der Information. Der Experte Dr. Albert vom sächsischen Landesamt Umwelt, Landwirtschaft und Geologie informierte, welche Änderungen durch einen Klimawandel auf die Landwirtschaft zukommen. Dabei unterschied er zwischen Wetter und Klima deutlich. Den Klimawandel sieht er regional mit unterschiedlichen Auswirkungen. In Nordhessen prognostiziert er nur geringe Niederschlagsmengenänderungen aber eine Verschiebung der Vegetationszeiten. Darauf muss die Landwirtschaft insbesondere durch Sortenwahl und langfristiges Handeln reagieren.

HNA 12. 6/2013 Erntestopp

Kreis Kassel. Die Landwirte im Altkreis Kassel haben mit den Folgen des Dauerregens der vergangenen Wochen zu kämpfen. Die Bauernregel „Mai kühl und nass, füllt dem Bauern Scheun‘ und Fass“, trifft nicht auf die Graswirtschaftsbetriebe zu.
Land unter: Wofhardt Nixdorf deutet auf den Grunde einer Wiese in Oberkaufungen, von der zirka zehn Prozent unter Wasser stehen.

Das bestätigt Landwirt Wolfhard Nixdorf. In Oberkaufungen betreibt er einen Aussiedlerhof. Um das Winterfutter für seine Kühe herzustellen, muss Nixdorf Anfang bis Mitte Mai die Grasernte einfahren. Doch das ist zum Teil bis jetzt nicht möglich. „Rund zehn Prozent der Flächen können momentan nicht geerntet werden“, sagt Nixdorf.
Traktoren versinken

Das stehende Wasser auf Feldern und Wiesen mache es unmöglich, mit den schweren Landmaschinen darauf zu fahren. Besonders hartnäckig stehe das Wasser an Flächen in der Nähe von Bachläufen, wie der Losse. An Hanglagen, wo die Lachen bereits abgelaufen sind, sind die Halme vom Gewicht des Wassers geknickt. „Hier zu ernten hat keinen Sinn“, sagt Nixdorf. Je länger das Gras auf den Wiesen stehen bleibt, desto weniger Proteine hat es. Durch die lange Nassphase ist der Blütenstand verändert, das Protein im Gras hat sich abgebaut. Die Kühe mit hochwertiges Futter zu versorgen wird schwieriger. Aus einem Kilogramm Futter kann später nicht mehr so viel Milch produziert werden. Aus Erfahrung weiß sich Landwirt Nixdorf zu helfen. Er arbeitet seit ein paar Jahren mit dem Mulchsaatverfahren: Durch den Anbau von Zwischenfrüchten wie Senf, festigt er den Saatgrund für Getreidearten wie Mais. Damit vermeidet er, dass Anbauflächen an Hängen durch den Regen erodieren. Ein weiteres Problem ist das angeschwemmte Material. Große Äste und Blätter erschweren die Arbeit im Feld zusätzlich.
HNA 09.04.13

Landwirte wollen jetzt endlich loslegen

Kreis Kassel. Der Frühling ist im Anmarsch und die Landwirte im Landkreis Kassel stehen in den Startlöchern. „Wenn es in diesen Tagen wärmer wird, beginnt umgehend die Feldarbeit“, sagt Reinhard Schulte-Ebbert, Geschäftsführer beim Bauernverband. Rund drei bis vier Wochen zu spät.

In den nächsten Tagen geht es auf den Feldern im Altkreis rund: Die Landwirte müssen dringend ihr Saatgut in die Erde bringen.
Der lange Winter mit Bodenfrost hat dafür gesorgt, dass den Bauern die Hände gebunden waren.
Die Vegetation ruht noch. Ob die Verzögerung negative Auswirkungen auf das Getreide hat, könne man zum derzeitigen Zeitpunkt noch nicht sagen.

„Wir hoffen, dass die Natur sich selbst hilft.“ Entscheidend sei einfach auch, wie sich das Wetter jetzt weiterentwickele. Während ein Großteil des Getreides schon vor dem Winter im Boden war, müssen jetzt Mais und Zuckerrübensaat dringend in die Erde,
sagt Reinhard Schulte-Ebbert, Bauernverband

Ein Winter wie dieser komme in der Wetterstatistik ganz selten vor. Seit Beginn der Wetteraufzeichnungen habe es fünf Mal einen ähnlich kalten Monat gegeben. Die Konsequenzen dieses Ausnahmewinters für die Landwirtschaft im Landkreis Kassel könne man eigentlich erst in vollem Umfang bei der Ernte erkennen, sagt der Geschäftsführer des Bauernverbandes.

Von Bea Ricken